Lachyoga: Weil Lachen einfach gesund ist – körperlich wie seelisch
Benedikt Rybarczyk bietet Lachyoga für Patient:innen und Mitarbeitende an
Auf Wikipedia ist zu lesen, dass das „Lachyoga eine Form des Yoga (ist), bei der das grundlose Lachen (…) im Vordergrund steht“. Aber grundlos lachen – geht das überhaupt und macht das Sinn? So ohne Witz und Humor? „Auf jeden Fall“, sagt Benedikt Rybarczyk, „der Effekt ist immer wieder erstaunlich.“ Er muss es wissen, denn er ist nicht nur pflegerisch stellvertretend für die Stationsleitung A3 (Depression) zuständig, sondern auch zertifizierter Lachyoga-Lehrer (CLYT*) und bietet seit einigen Monaten ein Gruppenangebot an.
„Es muss tatsächlich keinen Grund zum Lachen geben, um lachen zu können“, erklärt Benedikt Rybarczyk. „Der menschliche Körper unterscheidet nicht zwischen dem absichtlichen und dem spontanen Lachen. Der Effekt ist beiderseits gleich.“ So werden zum Beispiel Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet, die Stresshormone Cortisol und Adrenalin reduziert, das Atmungs- und Kreislaufsystem wie auch das Immunsystem im Allgemeinen gestärkt.
Das Lachyoga wurde 1995 von dem indischen Arzt Dr. Madan Kataria entwickelt und erprobt. Mittlerweile wird es in über 100 Ländern weltweit praktiziert. Es muss also etwas dran sein, wie auch ein Teilnehmer im Nachgang feststellt: „Indem wir lachen, stellen sich angenehme Gefühle und damit positive Gedanken ein. Man merkt, Lachen ist einfach gesund – körperlich wie seelisch.“
Was unter Anleitung und in der Gruppe beim Lachyoga mit HoHoHaHaHa-Übungen startet, zeigt schon sofort erste Wirkung: Die Mundwinkel ziehen sich hoch, die Augenring-Muskulatur kontrahiert, und es beginnt ein rhythmisches Atmen. Auch in der Gruppe absichtlich zu lachen, mag den Teilnehmenden zunächst merkwürdig anmuten, doch es dauert nicht lange und alle machen die Übungen – ob Klatschen, Atmen, spielerische Übungen oder Lachen – motiviert mit. Niemand, der die Mundwinkel auf einmal herunterzieht oder beschämt ist. Und am Schluss? "Bei den Abfragen höre ich immer heraus, dass sich die Teilnehmenden vitaler und zufriedener fühlen“, berichtet der Lachyoga-Lehrer (CLYT*).
Benedikt Rybarczyk bietet Lachyoga stationsintern als Gruppenangebot auf der Station A3 an und als Fortbildungsangebot für Mitarbeitende. Es geht immer ein Informationsgespräch voraus, in dem Lachyoga erläutert und auch über Nebenwirkungen und Kontraindikationen aufgeklärt wird.
Kontakt bei Fragen:
Benedikt Rybarczyk
E-Mail: benedikt.rybarczyk@lwl.org
*CLYT: Abkürzung für “Certified Laughter Yoga Teacher”
Bild:
Benedikt Rybarczyk ist zertifizierter Lachyoga-Lehrer (CLYT*) und bietet in der LWL-Klinik Herten ein Gruppenangebot für Patient:innen und Mitarbeitende an. (Bild: LWL/Rosa Sommer)