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Wie die Natur zum Therapiepartner wird

Von der Gartentherapie bis zum Therapiegarten

Allein schon der Besuch unseres Therapiegartens in diesem Sommer ist eine Abwechslung. Einen besonderen Wert hat er jedoch für die Patient:innen, wenn sie selbst aktiv werden.

„Die Gartentherapie steht für Heilung und Wachstum in der Natur“, führt Britta Nagel, Leiterin der der Ergo- und Spezialtherapie, ein und erläutert: „Das Arbeiten im Garten unterstützt auf eine ganz natürliche Weise in Verbindung mit gezielten ergotherapeutischen Angeboten und praktischen Tätigkeiten viele wichtige Kompetenzen und das seelische Wohlbefinden.“

So erleben die Teilnehmenden beim Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten den natürlichen Kreislauf des Wachstums. Sie übernehmen dabei Verantwortung, bringen Struktur in den Tag und entdecken eigene Fähigkeiten.

Ergotherapeut Sven Herhold kennt diese Momente aus der Gartentherapie nur zu gut. Gemeinsam mit seiner Kollegin Iris Preissinger begleitet er die Gruppe: „Die Patient:innen stellen schnell fest, was man mit den eigenen Händen schaffen kann, und machen die Entdeckung, wie kreativ sie sein können.“

Zwei Frauen beim Malen an einer Staffelei im Garten.

Auch das gemeinsame Arbeiten ist ein wichtiger Bestandteil

Auch das gemeinsame Arbeiten ist ein wichtiger Bestandteil. Es schafft Raum für Begegnung, Austausch und soziale Kontakte. „So entwickelt sich zum Beispiel das gemeinsame Ziel, den Garten zu verschönern“, erzählt Ergotherapeutin Iris Preissinger. „Neben der Selbstfürsorge achten die Teilnehmenden auch aufeinander, helfen sich, reden miteinander, was beruhigend wirkt und für Stabilität sorgt.“

Neben der Gartenarbeit werden auch Naturmaterialien wie Holz, Ton oder andere Fundstücke kreativ eingesetzt. Dabei entstehen individuelle Werkstücke und dekorative Elemente, die in die Gestaltung des Therapiegartens integriert werden.

Die Gartentherapie endet im Übrigen nicht mit dem Sommer. Auch in den kälteren Monaten geht das Angebot weiter. Je nach Jahreszeit verändern sich die Schwerpunkte – von der Pflege des Gartens bis hin zur Vorbereitung auf die kommende Saison.

Mann bei der Pflanzenpflege im Therapiegarten.

Das Angebot steht stationären wie ambulanten Patient:innen offen

Wer den Therapiegarten noch nicht kennt, sollte ihn in jedem Fall kennenlernen. Er befindet sich an der Tagesklinik Remise, schräg gegenüber von der Zentralen Ergotherapie.

Das Angebot steht stationären wie ambulanten Patient:innen offen.

Bei Fragen zur Gartentherapie:

Britta Nagel
Leiterin der Ergo- und Spezialtherapie
Tel. 02366 802-5500

Bild 1:

Britta Nagel ist Leiterin der Ergo- und Spezialtherapie. (Bild: LWL/Nikolaus Urban)

Bilder 2+3:

Sven Herhold und Iris Preissinger unterstützen die Gartentherapie-Gruppe. (Bilder: LWL/Rosa Sommer)

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Frau bei der Gartenarbeit in einem Blumenbeet.