Stationsäquivalente Behandlung (StäB)
Zuhause. Flexibel. Professionell.
Wenn bestimmte Umstände gegen eine vollstationäre Behandlung in der Klinik sprechen – zum Beispiel familiäre Gründe oder weil die Hemmschwelle krankheitsbedingt zu hoch ist –, dann kann eine stationsäquivalente Behandlung, kurz: StäB eine sinnvolle Behandlungsalternative sein.
Was bedeutet StäB?
StäB bedeutet, dass eine stationäre Krankenhausbehandlung nicht in unserer Klinik, sondern genauso professionell bei den Patient:innen zuhause stattfindet. Wie dies funktioniert? Als fachlich breit aufgestelltes StäB-Team sind wir mobil und kommen täglich für ein vollstationär gleichwertiges Behandlungsprogramm zu Ihnen nach Hause. Grundsätzlich steht StäB psychisch kranken Menschen aller Diagnosen zur Verfügung.
Wie sieht eine stationsäquivalente Behandlung aus?
Es gelten die gleichen Aufnahmebedingungen wie für eine stationäre Behandlung im Krankenhaus. Unsere Patient:innen werden ähnlich wie bei einem stationären Aufenthalt von unserem Behandlungsteam fachärztlich, psychologisch und sozialarbeiterisch wie pflegerisch, bewegungs- und spezialtherapeutisch betreut.
In einem gemeinsamen Vorgespräch im häuslichen Umfeld werden zunächst die Voraussetzungen geprüft. Kommt es zur Aufnahme, werden die Patient:innen täglich von mindestens einem Mitglied des Teams aufgesucht. Auch an Feiertagen sowie an den Wochenenden erfolgt ein Hausbesuch pro Tag.
Für wen ist StäB gedacht?
Das Angebot der aufsuchenden stationsäquivalenten Behandlung gilt für alle Patient:innen im Einzugsgebiet der LWL-Klinik Herten und bietet eine intensive Behandlung aller psychiatrischen Diagnosen an.
Beispiele hierfür sind:
- Eltern, die zuhause weiter ihre Kinder versorgen wollen
- Personen, die in ihrem häuslichen Umfeld Angehörige oder Haustiere versorgen müssen
- Menschen mit massiven Ängsten, die es ihnen unmöglich machen, das eigene häusliche Umfeld zu verlassen
Was ist das Ziel von StäB?
Gemeinsames Ziel ist es, einen Therapieerfolg für die Menschen zu erreichen, die eine intensive ganzheitliche psychiatrische Behandlung benötigen, aber aus verschiedenen Gründen ihr häusliches Umfeld nicht verlassen können. StäB als zukunftsorientierte Behandlungsalternative bietet den Vorteil, dass die Behandlung in einem gewohnten Umfeld durchgeführt wird, womit die Alltagsintegration erhalten bleibt und Familienmitglieder gegebenenfalls mit in den Genesungsprozess einbezogen werden können.
Was kann ich tun, wenn es mir im Rahmen von StäB zuhause nicht gut geht?
Außerhalb der regulären Arbeitszeit steht eine ständige Rufbereitschaft für unsere Patient:innen zur Verfügung. Im Rahmen einer akuten Krise können die Betroffenen auch jederzeit stationär in der LWL-Klinik in Herten aufgenommen werden.
Unser Behandlungsteam
Das StäB-Team (von links nach rechts): Mohamed Abdelrazek (Stationsarzt), Axel Kaminiarz (Pflegerische Leitung), Dr. Jana Schulte-Ostermann (Oberärztin), Nadine Derleh (Sozialarbeiterin), Olga Ruf (MFA) und Miriam Zimmermann (Stellv. Pflegerische Leitung). Auf dem Bild fehlt Yaren Calisgan (Psychologin). (Bild: LWL/Rosa Sommer)
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Dr. Jana Schulte-Ostermann (Oberärztin)
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Axel Kaminiarz (Pflegerische Leitung)
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Mohamed Abdelrazek (Stationsarzt)
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Miriam Zimmermann (Stellv. Pflegerische Leitung)
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Yaren Calisgan (Psychologin)
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Nadine Derleh (Sozialarbeiterin)
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Olga Ruf (Medizinische Fachangestellte)
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Mitarbeitende der Ergotherapie
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Mitarbeitende der Bewegungstherapie
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Genesungsbegleitung
Kontakt
Sie haben Fragen zu StäB? Dann kontaktieren Sie uns gerne: