Unsere Therapieangebote

Je nach Erkrankung führen wir mit unseren Patientinnen und Patienten die unterschiedlichsten Therapien durch, die zum Teil auch in ihrer Kombination sehr sinnvoll sind. Wir haben Fachkräfte und räumliche Voraussetzungen für Physiotherapie, Ergotherapie, Einzel-Psychotherapie, Gruppen-Psychotherapie, Psychoedukation, Lichttherapie, Sport- und Bewegungstherapie, Kreativ- und Kunsttherapie, Babymassage, Ernährungsberatung, Entspannungstherapie, Euthymes Erleben, Konzentrationsgruppe, Psychopharmakatherapie.

Physiotherapie

Im Rahmen der Physiotherapie verbessern wir die Motorik und Wahrnehmung unserer Patientinnen und Patienten. Die Behandlungen beziehen sich auf das Bewegungssystem, aber auch Funktionsstörungen innerer Organe können gemildert werden. Zudem wird die Eigen- und Fremdwahrnehmung und die Sozialkompetenz verbessert. Wir setzen zur Heilung Wasser, Luft, Wärme und Kälte sowie Bewegung und elektrischer Strom ein.

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Ergotherapie

Ergotherapie ist eine Heilmaßnahme, die ärztlich verordnet wurde, um die durch Erkrankung beeinträchtigten physischen und psychischen Funktionen wiederherzustellen. Das ergotherapeutische Angebot der LWL-Klinik Herten richtet sich speziell an psychisch erkrankte Menschen mit dem Ziel so zu fördern, dass berufliche, soziale und häusliche Bedürfnisse erfüllt werden und eine möglichst umfassende Teilhabe am Leben gelingt. Arbeit und Beschäftigung sind Bestandteile der Selbstverwirklichung eines Menschen. Ergotherapeuten lenken die Selbstwahrnehmung auf das Tun, auf die Fähigkeit bei einer Aktivität, aber auch auf die Art und Weise, wie die Handlung ausgeführt wird. Man kann in der Ergotherapie erfahren, wie es ist, sich anzustrengen, sich zu konzentrieren, mit Fehlern umzugehen oder zusammen zu arbeiten. Es ist aber auch möglich, verloren gegangene Bedürfnisse und Wünsche wieder zu erspüren und dafür einen Ausdruck zu finden.

Kompetenzzentrierte Methode

Zielsetzungen der Kompetenzzentrierten Methode sind: Entwicklung, Erhalt und Verbesserung von

  • Kognitiven Fähigkeiten(Konz. Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Orientierung)
  • Emotionale Fähigkeiten (Selbstwertgefühl,Selbsteinschätzung,Selbstvertrauen,Auseinandersetzug mit eigenen Wünschen und Bedürfnissen)
  • Soziale Fähigkeiten (Kontakt, Kommunikation, Verantwortung) -Motorische Fähigkeiten
  • Instrumentelle Fertigkeiten(Handlungsplanung und Durchführung, Umgang mit Material.)
  • Fertigkeiten zur eigenständigen Lebensführung
  • Werktherapie(WT), Holzwerkstatt, Nadel/Faden
  • Hirnleistungstraining - Cogpack ,
  • Hirnleistungstraining(HLT) in der Gruppe
  • Training am PC (EDV)

 

Ausdruckszentrierte Methode

Zielsetzungen der ausdruckszentrierten Methode sind:

  • Finden von Ausdrucksmöglichkeiten für das momentane Erleben
  • Entwicklung von Spontanität und Eigeninitiative
  • Materialerfahrung, Wahrnehmung von Erlebnisqualitäten
  • Entlastung von drängenden Gefühlen und Impulsen
  • Sensibilisierung für Zusammenhänge zwischen Lebensgeschichte und den damit

verbundenen Problemen und Konflikten. -Verbesserung der Introspektion

  • Kreativtherapie (KT)
  • Theatertherapie
  • Antiaggressionstraining
  • Regulationstraining

 

Interaktionelle Methode

Zielsetzungen der interaktionellen Methode sind:

  • Förderung von Kommunikation und Kooperation
  • Wahrnehmen, Erkennen, Äußern und Vertreten von eigenen Wünschen, Bedürfnisse, Ideen
  • Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Erweiterung von Konflikt- und Kritikfähigkeit
  • Auseinandersetzung mit Rollenerwartungen und den daraus resultierenden
    Konflikten

 

  • Soziales Kompetenztraining (SKT)
  • Metakognitives Training (MKT)
  • Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger Kinder bzw. Jugendlicher (KE,KEI)
  • Aktivierungsgruppe
  • Theatertherapie

 

Um unsere Behandlung wahrnehmen zu können, benötigen sie eine Heilmittelverordnung für psychisch funktionelle Behandlung oder Hirnleistungstraining (Cogpack) oder eine Überweisung an die Institutsambulanz.

Termine vereinbaren Sie bitte mit der Koordinatorin der Ergotherapie Frau Kling-Laschewski unter der Telefonnummer 02366 802-5500.

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Einzel-Psychotherapie


Die Psychotherapie berührt den intimsten und privatesten Bereich eines Menschen - die Seele. Deshalb können unsere Patientinnen und Patienten von unseren Therapierenden höchste Aufmerksamkeit, Sensibilität, Erfahrung und Wissen erwarten. Meist werden die Psychotherapien in Gesprächen durchgeführt, aber auch Verhaltensübungen oder Entspannungstechniken ergänzen das Spektrum. Die Behandlung ist auf festgelegte, möglichst gemeinsam erarbeitete Ziele ausgerichtet.

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Gruppen-Psychotherapie
Störungen der Seele stehen immer auch in einem sozialen Kontext. Damit sich die in Einzeltherapien erarbeiteten Veränderungen nach Rückkehr in das soziale Umfeld nicht zurückbilden, bietet sich häufig die Teilnahme an einer Gruppen-Psychotherapie an. Gute Erfahrungen in der Gruppentherapie machen es den Patientinnen und Patienten leichter, ihre neu erworbenen Fähigkeiten in ihr häusliches Milieu zu übertragen.

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Psychoedukation
Im Rahmen der Psychoedukation versuchen wir, komplizierte medizinisch-wissenschaftliche Fakten so zu übersetzen und so zu "dolmetschen", dass sie von betroffenen Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen gut verstanden werden. Dadurch soll ihnen geholfen werden, die wichtigsten Informationen über die Erkrankung und die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen begreifen und nachvollziehen zu können. Das Verstehen-Können der eigenen Erkrankung ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung jeder längerfristigen Erkrankung.

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Lichttherapie
Die Lichttherapie gab es schon in der Antike. Damals glaubten die Ärzte, dass Schwermut die Krankheit der Dunkelheit sei und legten lethargische Patientinnen und Patienten in die Sonne. Auch heute führt Lichttherapie Menschen mit „Herbst-Winter-Depressionen" und bei Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus zu einer Stabilisierung des seelischen Gleichgewichts. Aus Effizienz- und Sicherheitsgründen wird dazu weißes, fluoreszierendes Licht verwendet, das bis 10.000 Lux produziert. Es enthält keine UV-Strahlen, die Krebs auslösen könnten. Therapiesitzungen dauern zwischen 40 und 100 Minuten und werden jeweils morgens und abends durchgeführt.
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Sport- und Bewegungstherapie
Die Sport- und Bewegungstherapie eröffnet Möglichkeiten, die anderen Therapien mitunter verschlossen sind. Wie eng Körper und Seele verbunden sind, klingt schon sprachlich in folgenden sporttherapeutischen Zielen an: das Rückgrat stärken, Haltung bewahren, Lasten tragen und abwerfen lernen, Standfestigkeit und Durchhaltevermögen gewinnen, nicht aus dem Gleichgewicht geraten, beweglicher werden, herausfinden, wie man etwas in Bewegung setzt. In der Sport- und Bewegungstherapie geht es darum, wieder Vertrauen zu sich zu finden, zu erfahren, dass man sich auf sich selbst und seinen Körper verlassen kann.
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Babymassage
Im Rahmen der Behandlung auf der Mutter-Kind-Station bieten wir Müttern die Möglichkeit, über die Babymassage die Körpersprache ihres Kindes intensiver kennenzulernen. Das stärkt ihr Selbstvertrauen im Umgang mit ihrem Kind, beruhigt und entspannt, was im Besonderen auch unruhigen Babys zugute kommt. Über die Berührung der Haut wird zudem eine gesunde physische und psychische Entwicklung der Babies gefördert, sie erfahren liebevolle Berührung, ohne dass eine versorgende Tätigkeit damit verbunden ist.

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Ernährungsberatung
Die Ernährungsberatung unterstützt andere Therapien und macht deutlich, wie eine falsche Ernährung auch psychische Erkrankungen mit verursachen kann. Ziele der Ernährungsberatung sind unter anderem Aufklärung und Beratung zu fehlbedingter Ernährung, Motivation zu gesundem Essverhalten, Vermittlung einer gesundheitsbewussten Ernährungsweise und die Förderung eines gesunden Essverhaltens.
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Entspannungstherapie
Im Rahmen der Entspannungstherapie lernen depressive Menschen sowie Angst- und Zwangspatientinnen und -patienten, Spannungszustände abzubauen und erwerben Fähigkeiten, erhöhte Spannungen zu lösen. Mittels verschiedener Techniken finden die Patientinnen und Patienten zu einer ausgeglicheneren Spannungslage und kommen damit zu mehr innerer Ruhe.

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Euthymes Erleben (Genuss-Gruppe)
Viele Menschen, die Hilfe in einer psychiatrischen Klinik suchen, beschäftigen sich vor allem mit persönlichen Problemen, Konflikten und eigenen Defiziten. Diese negativen Themen beeinflussen natürlich die Stimmung und Befindlichkeit. Insbesondere haben diese Menschen verlernt, alltägliche Dinge und Erlebnisse zu genießen, und damit wieder einen Zugang zu positivem Erleben und Handeln zu bekommen. Über einen verbesserten Zugang zu positiven Emotionen, z.B. durch Genuss, können auch langfristig günstigere Verhaltensweisen und Einstellungsänderungen erreicht werden. Über den Weg der Sinnesschärfung werden Möglichkeiten des genussvollen Handelns und Erlebens erschlossen.

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Psychopharmaka-Therapie
Die Psychopharmaka-Therapie ist in der Regel eine somatische Therapie für seelische Krankheiten, die eine biologische Ursache haben. Der Ort, an dem Psychopharmaka ihre Wirkung entfalten, sind Synapsen - dies sind die Verbindungsstellen von einem Nerven zu einem anderen, die es Nervenzellen ermöglicht untereinander zu kommunizieren.

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Drama- und Theatertherapie

Unter Drama- und Theatertherapie versteht man eine erlebnis-, ressourcen- und handlungsorientierte Therapieform, deren Ziele im Bereich der Psychotherapie angesiedelt sind und deren Ausdrucksformen und Methoden aus dem Theater kommen. Dabei werden die ursprünglichen Heilfunktionen des Theaters mit den Verfahren moderner Psychotherapien verbunden. Die Drama- und Theatertherapie zählt neben Musik-, Kunst- und Tanztherapie zu den gestalterischen, künstlerischen Therapieformen. Sie kann sowohl im Gruppen- als auch im Einzelkontext stattfinden.
Ziel der Drama- und Theatertherapie ist es, Heilungsprozesse anzuregen, Entwicklung zu ermöglichen, Ressourcen zu stärken und Wachstum zu initiieren. Die Drama- und Theatertherapie bietet Raum, sich in fremden Rollen zu erleben und zu entdecken. In diesen können neue Strategien zur Alltags- und Konfliktbewältigung entwickelt, ausprobiert und vertieft werden.
Dabei bietet die „Als-Ob“-Realität des Theaters und der Schutz der Rolle die Möglichkeit, Veränderungen und Entwicklungen auszuprobieren, ohne Konsequenzen und Sanktionen befürchten zu müssen. Die Rolle erlaubt beispielsweise den Ausdruck und das Ausagieren vermeintlicher Schattenseiten wie Wut, Trauer, Aggression.
Die Neukonstruktion der eigenen Realität durch Spielsituationen ermöglicht die Entwicklung neuer Perspektiven und im günstigen Fall ein verändertes Selbstwerterleben.
Das alles geschieht auf einer ressourcenorientierten Basis, welche gesunde Anteile fördert und Schwierigkeiten spielerisch leichter werden lässt. So gilt als eines der grundlegenden Prinzipien innerhalb der Drama- und Theatertherapie: Scheitern erlaubt! Fehler dürfen gemacht, Wut gezeigt, Ängste angesprochen, und es darf auch herzhaft gelacht werden.
So ermöglicht Drama- und Theatertherapie unter anderem, sich selbst besser kennen zu lernen, sich auszudrücken, das eigene Rollen- und Handlungsrepertoire zu erweitern und so „spielend leben zu lernen“.
Dieses erlebnistherapeutische Verfahren umfasst eine Vielzahl verschiedenster Vorgehensweisen und Interventionen, die der jeweiligen Zielgruppe und Zielsetzung angepasst werden. Durch gezielte Körper-, Stimm- und Entspannungsübungen werden Spielräume und Ausdrucksmöglichkeiten erweitert.
Die Therapieeinheiten sind so aufgebaut, dass nach einer Aufwärmung die eigentliche Spielphase erfolgt. Jede Therapieeinheit endet mit einem kurzen Abschlussritual.
In der Theatertherapie wird an der Entwicklung eines Theaterstücks gearbeitet, das öffentlich präsentiert wird. In der Dramatherapie hingegen ist die öffentliche Präsentation nicht Bestandteil des therapeutischen Prozesses.
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