Oxytocin – wie ein Hormon der gestörten Psyche hilft

LWL-Fortbildung für Ärzte und Psychologen

Oxytocin ist ein Hormon, das das Sozial- und Sexualverhalten von Menschen stark beeinflusst und die Mutter-Kind-Bindung stärkt. Bekannt ist es auch als Kuschel- oder Liebeshormon. Studien im Tiermodell belegen, dass das Oxytocin auch bei psychischen Erkrankungen wie einer Angst- oder Borderline-Störung einen therapeutischen Nutzen hat. Es kann helfen, Symptome wie Angst abzuschwächen, Stress zu dämpfen und Vertrauen zu steigern. Noch wird die Wirkung von Oxytocin bei psychischen Störungen in zahlreichen Studien weltweit erforscht. Über den derzeitigen Entwicklungsstand der Oxytocin-Forschung wird in der nächsten Fortbildungsveranstaltung der LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vorgetragen:

„Das therapeutische Potenzial des sozialen Neuromodulators Oxytocin“
mit Prof. Dr. Dr. René Hurlemann M.Sc.,
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Universitätsklinikum Bonn,
am Mittwoch, 9.10.2019,
von 17:15 Uhr bis 19:00 Uhr,
im Schloss Herten,
Im Schloßpark 20, 45699 Herten.

Prof. René Hurlemann sieht in dem Oxytocin-Hormon großes Potenzial in der Behandlung von psychischen Erkrankungen, indem es in Kombination mit einer Psychotherapie zum Beispiel als Nasenspray verabreicht wird. In seinem Vortrag wird der Mediziner über Studienergebnisse und die therapeutische Bedeutung des Oxytocins als Behandlungsbaustein berichten.Die Fortbildung ist eine Fachveranstaltung ausschließlich für Mediziner, Psychologen und andere Fachleute. Aufgrund der geringen Platzkapazität ist eine telefonische Voranmeldung dringend erforderlich. Anmeldungen nimmt Ursel Böhm von der LWL-Klinik Herten entgegen, Tel. 02366 802-5102.