Ergotherapeuten der LWL-Klinik Herten nähen für Kollegen

1600 Mundschutzmasken zum Schutz vor Corona

Herten (lwl). Im zurückliegenden Monat ist das Team der Ergotherapie der LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über sich hinaus gewachsen: 23 Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten der verschiedenen Tageskliniken in Herten, Haltern und Dorsten nähten in vier Wochen Arbeit 1600 Mundschutzmasken – für ihre Kolleginnen und Kollegen auf den Stationen und in den Ambulanzen, wo trotz erschwerter  Bedingungen die Behandlung mit psychisch erkrankten Menschen weiterlief.

Aufgrund der sich zuspitzenden Infektionssituation in Deutschland Mitte März hatte die LWL-Klinik Herten nicht nur den Betrieb der Tageskliniken vorerst eingestellt, sondern auch alle ambulanten Angebote der Ergotherapie. Die betroffenen Beschäftigten wurden zwar für verschiedene andere Aufgaben im Klinikbetrieb eingesetzt. Doch als die Ärztliche Direktion im Haus eine Anfrage an die Kollegen der Ergotherapie stellte, ob sie Mundschutzmasken nähen könnten, war der solidarische Gemeinschaftsgedanke geboren.

„Wie viele andere Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge musste auch unsere Klinik Maßnahmen ergreifen, um den Eintrag von Corona-Viren zu erschweren und unsere Patienten und unser Personal zu schützen“, so Dr. Luc Turmes, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Herten. „Das Team der Ergotherapeuten hat den Kollegen mit der Nähaktion einen großartigen Dienst erwiesen.“ Die Masken dienen lediglich als zusätzliche Schutzmaßnahme. Sie ersetzen keine medizinischen Masken. Das Ergotherapie-Team organisierte sich: Zusätzliche Nähmaschinen, Stoffe und Nähzubehör wurden angeschafft und dann ein Plan erstellt, der nicht nur die Arbeitsabläufe im Blick hatte, sondern auch die gebotenen Hygienevorschriften berücksichtigen musste. „Um zum Beispiel den Mindestabstand von 1,5 Metern unbedingt einhalten zu können, haben wir in kleinen Gruppen gearbeitet“, beschreibt Ergotherapeutin Anne Rittner die Arbeitsbedingungen der Nähaktion. Gemeinsam mit Anja Klopotek ist sie für die Koordination der Ergotherapie in der LWL-Klinik Herten zuständig. „In mehreren Schritten wurden Stoffe zugeschnitten, gebügelt und zusammengenäht.“

Das Projekt ist nun abgeschlossen. Mittlerweile wird die LWL-Klinik auch wieder mit medizinischen Masken beliefert und bereitet sich derzeit darauf vor, ihre Arbeit in den Tageskliniken wieder aufzunehmen. Und dann gemeinsam mit den ambulanten Angeboten der Ergotherapeuten.