Bis 2030 mehr Teilhabe
LWL-Kliniken sorgen für gute Chancen
2023 hat der LWL das Projekt „Aufbruch“ ins Leben gerufen, um Menschen mit Behinderungen einen besseren Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ihre Potenziale und Kompetenzen zu erkennen und einzusetzen und damit Teilhabe bei der Fach- und Arbeitskräftesicherung zu gewähren, ist Ziel des großen „Gemeinschaftswerks“, für das der Landesdirektor Dr. Georg Lunemann wirbt.
3 mal 10 Prozent
3 mal 10 Prozent: Bis 2030 soll die Zahl der Menschen mit Behinderung in den Werkstätten sowie die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe um jeweils zehn Prozent gesenkt, wiederum in den LWL-Einrichtungen die Schwerbehindertenquote auf zehn Prozent angehoben werden. „Der LWL möchte mit gutem Beispiel vorangehen und mit seinen positiven Erfahrungen in den LWL-Einrichtungen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zeigen, dass eine Zusammenarbeit mit Menschen, die eine Behinderung haben, ein großer Gewinn ist“, erklärt Bernd Kruse, Abteilungsleiter Personal im Regionalen Netz Bochum/Herten/Herne. „Die Behinderungen sind im beruflichen Alltag oft gar kein Thema, da nicht sichtbar oder überhaupt nicht notwendig zu erwähnen, weil das Ergebnis für sich spricht.“
In den LWL-Kliniken Herten und Bochum zählen bereits seit mehreren Jahren Menschen mit einer Behinderung zu ihren Mitarbeitenden – verteilt auf den kaufmännischen, pflegerischen und ärztlich-therapeutischen Dienst. Neben einer körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung können auch schwere und chronische Erkrankungen Grund für eine Behinderung oder Schwerbehinderung sein. „Für das Regionale Netz Bochum/Herten/Herne können wir bereits heute schon auf eine vorzeigbare Quote verweisen, sie ist aber in jedem Fall noch ausbaufähig“, so Bernd Kruse.
Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten
Schwerbehindertenvertretung Peter Klöckener, der als examinierter Krankenpfleger auf der Station A2 arbeitet und als Gesamtschwerbehindertenvertretung seit 2023 Mitglied der Arbeitsgruppe Aufbruch ist, begrüßt die LWL-Initiative: „Wir freuen uns, dass Teilhabe am Standort Herten unterstützt wird und bis 2030 weiter ausgebaut werden soll.“
Damit Mitarbeitende mit einer Schwerbehinderung ihren Beruf gut ausüben können, gibt es eine Vielzahl an Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden können. Ansprechpartner:innen sind die Vorgesetzten, die Schwerbehindertenbeauftragten, der Personalrat oder die Personalabteilung. Zwecks Gewinnung von neuen schwerbehinderten Kolleg:innen ist eine Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit sowie eine eigene Marketing-Initiative geplant.
Kontakt bei Fragen:
Bernd Kruse, E-Mail: bernd.kruse@lwl.org
Peter Klöckener, E-Mail: peter.kloeckener@lwl.org
Bild 1:
Der LWL wirbt unter anderem mit einer Postkarte für seine Initiative Aufbruch. (Bild: LWL)
Bild 2:
Bernd Kruse, Abteilungsleiter Personal im Regionalen Netz Bochum/Herten/Herne, und... (Bild: LWL/Dietmar Wäsche)
Bilder 2 und 3:
…Schwerbehindertenvertretung der LWL-Klinik Herten Peter Klöckener begleiten und unterstützen die LWL-Initiative Aufbruch. (Bild: LWL/Rosa Sommer)